Verstoßen und stigmatisiert
Ein Interview zum Welt-Lepra-Tag mit dem Steyler Missionar Joseph Philip
Sie ist eine der ältesten bekannten Infektionskrankheiten und wird schon in den frühesten Schriften wie dem Papyrus Hearst und der Bibel erwähnt: Lepra. Heute ist die Krankheit zwar in den meisten Ländern der Erde unter Kontrolle. In vielen armen Regionen stellt Lepra jedoch nach wie vor ein ernst zu nehmendes Problem dar. In keinem anderen Land gibt es so viele Erkrankte wie in Indien. An diesem Samstag ist Welt-Lepra-Tag. Ein Interview mit Pater Joseph Philip, der seit April 2011 das „Karunalaya Leprosy Care Centre“ im Bundesstaat Orissa leitet.
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NACHRICHTEN
Editorial
Verehrte, liebe Leserinnen und Leser,
kennen Sie den privaten Fernsehsender „Bibel TV“? Ich muss gestehen: Ich habe schon von ihm gehört aber eingeschaltet habe ich ihn noch nicht.
Der Sender hat kürzlich sein 10-jähriges Bestehen gefeiert und er ist aufrichtig gelobt worden. Erzbischof Robert Zollitsch, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, nannte ihn ein „Juwel in der Medienlandschaft“. Und Präses Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche, äußerte sich froh, dass es den christlichen Familiensender gebe, weil dieser „den christlichen Glauben in viele tausend Haushalte“ trage. Wobei ich mir schon die Frage stelle: Wie viele Haushalte mögen das wohl sein...?
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DAS THEMA
Ein Tag, an dem das Bistum „Feuer“ fing?
Erstes Bistumsforum: „Zukunft auf katholisch“ kann ganz schön anstrengend, berührend und intensiv sein
War da was? Ja, da war etwas: Der Startschuss ist gefallen. Im Bistum Essen hat der Dialogprozess für eine Kirche unter völlig neuen Bedingungen begonnen. Rund 300 Teilnehmer aus der Diözese trafen sich dazu am vergangenen Samstag unter dem Motto „Zukunft auf katholisch“. Auf einem ersten Bistumsforum formulierten sie Erwartungen und Hoffnungen an die Kirche im Ruhrbistum. Bleibt da was? Hoffentlich. Dieser Tag kann eine „neue Stilbildung von Christsein“ prägen. Denn er steht für einen Dialog auf Augenhöhe, für berührende persönliche Glaubenszeugnisse und ganz besonders für gegenseitiges Vertrauen.
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MOSAIK
Das Lachen nicht verlernen
Misereor hilft Müllsammlerfamilien in der indischen „Stadt der Freude“: Kalkutta
Wie eiserne Schlangen donnern die Güter- und Personenzüge durch das Armenviertel Park Circus im indischen Kalkutta. Statt Lärmschutzwällen oder Schutzzäunen reihen sich hier nur zwei Meter von den gefährlichen Bahnschienen entfernt die Hütten von über 350 Müllsammlerfamilien. In einer davon ist der zwölfjährige Rafiqkul zu Hause. Hier wohnt er auf nicht einmal neun Quadratmetern gemeinsam mit seinen Eltern und sieben Geschwistern. Einen festen Boden oder Zugang zur Wasser- und Stromversorgung hat ihre Hütte nicht. Auf dem Dach liegen von Autoreifen beschwerte Plastikplanen, die die Familie vor den Fluten des unerbittlichen Monsunregens schützen sollen. Das Leben in diesem Viertel der drittgrößten Stadt Indiens ist erbarmungslos und fordert alles von ihren Bewohnern.
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RW-ORIENTIERUNG
„Wir haben uns daran gewöhnt“
Schießereien im Christenviertel von Homs sind der Alltag
Damaskus/Homs. Es regnet in Homs. Der erste Kontrollpunkt, seit eine Gruppe internationaler und arabischer Journalisten Damaskus in den frühen Morgenstunden verlassen hat. Verfroren und müde blicken die Soldaten an der Straßensperre zu den Fenstern auf, aus denen Kameras und Fotoapparate auf sie gerichtet sind. Alle müssten unbedingt zusammenbleiben, sagt einer der Begleiter vom Informationsministerium; die Sicherheitslage sei angespannt. „Stadtviertel wie Baba Amro, Khaldiye oder Akrama können nicht besucht werden.“ Am Rande von Akrama wurde am 11. Januar ein französischer Journalist getötet, als bewaffnete Regierungsgegner Häuser von Aleviten unter Beschuss nahmen. Er und sein Team waren auf eigene Faust nach Homs gefahren…
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GLAUBE UND LEBEN
TIPP Vision Mensch – Mission Hoffnung
Von Gisbert Frömgen
Elmar Nass, bischöflicher Beauftragter für die Fortbildung des Pastoralpersonals im Bistum Aachen, hat in den vergangenen Jahren einige theologisch-praktische und sozialethische Bücher verfasst, die für viele zur Standardliteratur gehören. Bekannt geworden ist der zweifache Doktor als wissenschaftlicher Leiter der Grundwertekommission der CDA in Deutschland.
Das neue Buch „Vision Mensch – Mission Hoffnung“ geht von der Feststellung aus, dass es um den missionarischen Aufbruch in der Kirche recht still geworden ist…
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AUS DEM BISTUM
Ein Arbeitstag, nur intensiver
Morgens in der Klinik, abends zu Hause: Patienten arbeiten in Bochum-Langendreer für den Ausstieg aus der Sucht
Es ist ein grauer Wintertag, als ich um halb neun morgens das rot geklinkerte Altbaugebäude in Bochum-Langendreer betrete. Beim Caritas-Pflegedienst im Erdgeschoss klingelt das Telefon, sonst ist es noch ruhig im Haus. Oben in der zweiten Etage versammeln sich die Patienten der Tagesklinik in der weiträumigen Küche am Frühstückstisch. Das Gespräch geht hin und her. Andere trinken still ihren Kaffee.
Neben mir sitzt Thomas D. Der 31-Jährige besucht seit zwei Wochen die „Ganztägig ambulante Rehabilitation“ – so die korrekte Fachbezeichnung für das therapeutische Angebot in der Caritas-Einrichtung. Auch wenn man es dem freundlichen jungen Mann nicht ansieht, hat er bereits eine mehrjährige Suchtkarriere hinter sich...
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AUS DEM BISTUM
Bemüht und gewonnen „Jugenddialog 2020“ ist in der Wolfsburg zu Ende gegangen
„Ich habe viel gelernt. Es hat eigentlich nonstop Spaß gemacht. Niemand saß daneben und hatte keinen Bock oder so“, sagt Julian in das Mikrofon. Das gehört 1Live-Moderator Olli Briesch, der durch den Abend führt. „Solange Menschen im Rahmen solcher Projekte integriert werden, kann man ja nur optimistisch in die Zukunft blicken“, pflichtet Ismail ihm bei. Auf der feierlichen Abschlussveranstaltung fand der „Jugenddialog 2020“ in Mülheim sein gebührendes Ende. Musikalisch untermalte den Abend die Band „Phrasenmäher“, die der Menge ordentlich einheizte. Beendet wurde ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Mercator, der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ und der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen.
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Foto Zollverein: Thomas Willemsen/Bilddatenbank Zollverein,
Foto Goldene Madonna:, ebFoto Dom: eb

















