Von Sünde und Öffentlichkeit

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Jeder Missbrauchsfall gehört konsequent aufgearbeitet und bestraft

Für die katholische Kirche in Deutschland ist der vom Berliner Canisius-Kolleg ausgehende Missbrauchsskandal ein beträchtliches Problem. Zwar reichen weder die Anzahl noch die Schwere der Vergehen auch nur entfernt an das heran, was vor einigen Jahren aus dem amerikanischen Erzbistum Boston oder aus irischen Erziehungsheimen berichtet wurde. Dennoch tun sich die zuständigen Ortsbischöfe ebenso wie der Jesuitenorden schwer mit diesem Skandal, der sie mit 30-jähriger Verspätung einholt wie eine vergessene Zeitbombe.
Zu den Standardreaktionen gehört es, Betroffenheit zu bekunden und umfassende Aufklärung zu geloben. Ferner wird auf die Richtlinien verwiesen, die Bistümer und Orden in Deutschland nach der US-amerikanischen Skandalwelle vor wenigen Jahren beschlossen haben. Doch mit keiner dieser Reaktionen gelingt es den heute Verantwortlichen zu erklären oder zu entschuldigen, wie ihre Vorgänger vor rund einem Vierteljahrhundert mit diesen Ereignissen umgegangen sind.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Titelseite.
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Editorial

Von Ulrich Engelberg

Verehrte, liebe
Leserinnen und Leser,


immer mehr Europäer sorgen sich um ihre Zukunft. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer Umfrage, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt und am Dienstag dieser Woche in Brüssel vorgestellt wurde.
Die Deutschen sind danach Spitzenreiter bei der Angst vor einer schlechten Versorgung im Gesundheitswesen; dicht gefolgt von ihrer Sorge um die Zukunft der Rente.
Ich möchte eine solche Umfrage nicht überstrapazieren, aufgefallen ist mir allerdings schon: Sämtliche Ängste der Menschen kreisen um ihre soziale Zukunft. Nicht ein einziges Mal erwähnt wurde beispielsweise die Sorge, dass sich Werte in unserer Gesellschaft verändern könnten. Grundwerte aber wie die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit und soziale Verantwortung waren die geistige Grundlage für das Zuammenwachsen der europäischen Staaten und ohne sie wird die Gemeinschaft nicht lebensfähig sein.

Das vollständige Editorial lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 2.
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IMPULS

Foto: in

Impuls

Fischernetze von heute
Zum Beispiel Fernsehspots wie im Erzbistum Chicago

Von Elisabeth Keilmann-Stadtler

Alltag am See Gennesaret: Fischer steigen am frühen Morgen aus ihren Booten und waschen ihre Netze. Dann passiert etwas Ungewöhnliches: Jesus steigt in das Boot des Simon, der die ganze Nacht keine Fische gefangen hat, und sagt zu ihm: „Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!“ Gute Gründe sprechen dagegen, bei Tage noch einmal hinauszufahren. Doch Simon lässt sich von Jesus ansprechen und vertraut ihm: „Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen.“ Dann geschieht etwas, was Verwunderung und Furcht hervorruft. Simon und die anderen Fischer haben einen so großen Fang, dass die Netze zu reißen und das Boot unterzugehen droht. Jesus schenkt Simon ein ermutigendes Wort: „Fürchte dich nicht!“

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf den Seiten 4 und 5.
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Leben zwischen On und Off

Foto: Landau

Diagnose Parkinson: Angela Rechmann hat ihren Weg gefunden, damit umzugehen

Parkinson. Die Diagnose ist eindeutig und verändert das gesamte Leben. Eine Krankheit, deren Symptome den Alltag verlangsamen und den Lebensmut häufig einschlafen lassen. Nicht so bei Angela Rechmann. Auch wenn die 56-Jährige in den letzten 18 Jahren ihrer Krankheit schwere Zeiten durchlebt hat, lässt sie sich so schnell nicht entmutigen. „Heute bin ich nicht gut zu Fuß“, lächelt sie, während sie mit ihrem kleinen roten Roller geschickt durch das verwinkelte Wohnhaus in Essen-Frillendorf fährt.
Gehblockaden gehören bei Parkinson genauso zum Krankheitsbild wie Zittern, Lähmung und Hyperaktivität. Wie viele andere Menschen im Anfangsstadium dieser Krankheit, wollte auch Angela Rechmann die Symptome zunächst nicht wahrhaben. Sie übte weiterhin ihren Beruf als Lehrerin aus, bis irgendwann auch ihr Umfeld aufmerksam wurde. Viele Außenstehende reagierten mit Unverständnis: „Wegen meines Zitterns wurde ich manchmal für eine Alkoholikerin gehalten“, erinnert sich Rechmann.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 11.
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Ein offenes Ohr finden

Foto: Reinhard

Bistum: Jugendtreffs begehen den Don-Bosco-Tag

Bistumsweit öffneten am Sonntag zum Gedenktag des heiligen Don Bosco katholische Kinder- und Jugendeinrichtungen ihre Türen. Der Tag sollte Gelegenheit bieten, die Arbeit der verschiedenen Treffs besser kennenzulernen. Mit dabei waren unter anderen der Kinderkeller Bottrop, der Jugendtreff der Amigonianer in Gelsenkirchen oder das Essener Jugendforum St. Michael. Der Mädchentreff St. Dionysius, Essen-Borbeck, lud zu einer Fotoaktion ein. RuhrWort berichtet:
„Mode früher und heute“, lautete das Motto, unter welchem die Leiterin des Mädchentreffs, Stephanie Schyra, zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. „Dieses Projekt haben wir ganz bewusst auf den Gedenktag des heiligen Don Bosco gelegt, der sich leidenschaftlich für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzte. Auch wir wollen Nächstenliebe praktizieren“, erklärte Schyra.
Sie möchte auf diesem Weg noch mehr Kinder in den dreimal pro Woche stattfindenden Mädchentreff einladen. Hier haben die Kinder die Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen oder einfach über Probleme in der Schule oder zu Hause zu sprechen. Im Vorfeld hatten die 6- bis 14-jährigen Mädels in der Gemeinde Fotos aus früheren Zeiten sowie „alte“ Kleider gesammelt. Vor allem die erwachsenen Besucher fühlten sich beim Anblick der Bilder in längst vergangene Zeiten zurückversetzt.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 13.
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Guter Rock braucht kein Schlagzeug

A capella Combo Wise Guys ist auch auf Kirchentagen ein absoluter Renner

Bei der Premiere im Kölner Palladium und einer „Spezialnacht“ in der Essener Grugahalle haben die Wise Guys („Besserwisser“) ihr neues Album „Klassenfahrt“ vorgestellt. Und obwohl die Fans bei der Präsentation besonders die Klassiker honorierten: Das neue Album hat das Zeug, an den Erfolg des Albums „Frei“, das mit der Goldenen Schallplatte für 100 000 verkaufte Exemplare ausgezeichnet wurde, anzuknüpfen. Und dies gerade weil das Quintett nicht nur auf Altbewährtes setzt, sondern mutig neue Wege geht...

Den vollständigen Bericht lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Medienseite...
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Reliquien aus dem Shopping-Paradies

Foto: wp

Die Quellen für den unfrommen Handel bleiben im Dunkeln

New York ist ein Einkaufsparadies. Angeblich gibt es nichts, was man hier nicht kaufen kann. Und wo kauft man bei Bedarf eine Reliquie? Etwa in einem kleinen Antiquitätengeschäft in der Upper East Side von Manhattan. „A. R. Broomer Ltd.“ hat seinen Sitz in einem Handelszentrum für Antiquitäten und Kunst. Vorbei an Gemälden, chinesischem Porzellan, Elfenbeinschnitzereien und einem Art-Deco-Spezialgeschäft gelangt man in den kleinen Laden von Amanda Broomer. Zwischen geschnitzten Heiligenfiguren aus den Philippinen und Lateinamerika, Votivtafeln und Kirchenstühlen hat die Inhaberin auch angebliche Reliquien von frühen Päpsten, Märtyrern oder Heiligen wie Barbara oder Franziskus im Angebot. Sogar eine Kreuzesreliquie ist dabei alles für unter 1000 Dollar.
„Meine Kunden sind Einzelpersonen, die Reliquien im privaten Raum verehren, oder Geistliche, die für kirchliche Zwecke kaufen“, sagt Amanda Broomer. Sie bezieht die Stücke nach eigenen Angaben entweder von Privatpersonen und deren Erben, die ihre Sammlung auflösen, oder von geschlossenen Kirchen oder Klöstern in den USA und in Europa. Die Händlerin betont, dass sie noch nie direkt mit kirchlichen Stellen über Ankäufe verhandelt habe, sondern stets über Mittelsmänner. Genauere Angaben macht sie nicht Geschäftsgeheimnis.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 20.
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