Einfach da sein
Gedenkgottesdienst in der Salvatorkirche
Erschüttert und tief betroffen hat Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck auf das Unglück in Duisburg reagiert. „Dass so viele junge Menschen, die fröhlich und unbeschwert feiern wollten, ihr Leben verloren haben, erfüllt mich mit großem Schmerz“, sagte Overbeck. „In Gedanken und im Gebet bin ich bei den Opfern, ihren Angehörigen, Familien und Freunden.“Der Bischof rief die Gemeinden im Bistum Essen auf, der verstorbenen jungen Menschen im Gebet zu gedenken.Zum Gedenken an die Opfer des Unglücks bei der Loveparade und für deren Angehörige sowie für Verletzte und Betroffene findet an diesem Samstag, 31. Juli, um 11 Uhr in der Salvatorkirche in Duisburg (Nähe Poststraße) ein Ökumenischer Gottesdienst statt.
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NACHRICHTEN
Zwei Tagesordnungen
Lutheraner beenden Weltvollversammlung
Stuttgart. Mit einem Gottesdienst und einer Abschlusserklärung ist am Dienstag die elfte Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Stuttgart zu Ende gegangen. Neben einer Selbstverpflichtung zum Tischgebet und der Forderung nach Aufnahme des Themas Geschlechtergerechtigkeit ins Theologiestudium ging es auch um Politisches. Die Lutheraner wollen sich stärker im Kampf gegen Klimawandel, Hunger und Aids engagieren.
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DAS THEMA
„Helfer leiden unter Schuldgefühlen“
Als Notfallseelsorger kümmert sich Frater Michael Stern (37) aus der Abtei Hamborn um die Helfer der Loveparade-Katastrophe
Auch die Einsatzkräfte sind angesichts der Tragödie am Boden zerstört. Polizisten fürchteten in der Menge um ihr eigenes Leben, Sanitäter mussten hilflos mit ansehen, wie die Opfer von der Masse festgehalten wurden. Insgesamt waren rund 5000 Kräfte im Einsatz, schätzt Frater Michael Stern, der sich auch im Nachhinein um die Helfer kümmert. Mit ihm sprach RW-Redakteur Tim Kempen.
RW: Frater Michael, Sie waren als Notfallseelsorger in einer der beiden Unfallhilfestellen bei der Loveparade eingeteilt. Wie haben Sie die Katastrophe erlebt?
Frater Michael: Eigentlich hätte mein Dienst erst um 20 Uhr begonnen. Ich war auf dem Weg zum Gelände, um mir die Loveparade anzusehen, als ich durch Polizisten die ersten Gerüchte hörte. Kurz darauf rief mich die Feuerwehr zu einem Einsatz. Die Mutter eines getöteten Kindes brauchte Beistand. Mit Blaulicht wurde ich zum Einsatzort am Tunnel gefahren, wo sich dann aber die Ereignisse überschlugen. Statt um die Mutter, die von einem Kollegen versorgt wurde, kümmerte ich mich in den nächsten Stunden um Helfer, die als Erste im Tunnel waren.
Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 3.
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GLAUBE UND LEBEN
„Ich bin bereit“
Hartnäckiger Kaplan, murrender Bischof: Manfred Pook, letzter deutscher Arbeiterpriester von Jacques Loew, erinnert sich
Von Martin Schirmers
Er stammt aus Essen, wurde vor 50 Jahren im Bistum Essen zum Priester geweiht, lebte die längste Zeit seines Lebens in Brasilien und verbringt nun seinen Ruhestand als Hausgeistlicher bei den Dominikanerinnen von Bethanien in Saint Sulpice de Favières bei Paris: Die Rede ist von Frère Manfred Pook (74), dem letzten deutschen Arbeiterpriester, der zur Arbeitermission „Mission ouvrière Saints-Pierre-et-Paul“ (MOPP) gehört, die Jacques Loew (1908 bis 1999) gegründet hat…
Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf den Seiten 4 und 5.
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Mit der Büchereitasche in die Ferien
Gelsenkirchen: Resser KÖB knüpft monatlich Kontakte mit zwölf Schulklassen
„In den Ferien braucht Ihr viel Stoff zum Lesen. Heute dürft ihr eure Bücherei-Tasche vollmachen.“ Was Wilma Kläsener, Leiterin der Katholischen Öffentlichen Bücherei (KÖB) Herz Jesu, Resse, sagt, ermuntert ihre jungen Gäste. Die kennen sich in der KÖB mit ihren 4500 Büchern bestens aus. Denn die Drittklässler der Barbaraschule sind mit Lehrerin Anne Raußen das ganze Jahr über einmal monatlich Gäste in der Bücherei ebenso wie elf andere Klassen der Resser St.-Barbara- und der Gutenberg-Grundschule. Bald liest Lehrerin Raußen in der Sitzecke aus den „drei Fragezeichen“ vor. Es geht um die spannende Geschichte von Bob, Justus und Peter und ihre Suche nach einem gestohlenen Rennpferd. Später belagern die Neunjährigen die Regale zur Ausleihe. „Das war zugleich eine der Frühstücksgeschichten“, erklärt Raußen die Lektüre rund um die Rennpferde, „aus denen wir morgens in St. Barbara immer in der ersten Schulstunde lesen“.
Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 11.
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Da gibt's doch was von Kirche
Namen ein Gesicht geben
Essen-Bergerhausen: Porträts von Hildegund Rißler erinnern an unschuldig Gestorbene
Sie ist komplett: Die Installation „Den Namen ein Gesicht geben“ in der Essener
Pax-Christi-Kirche wurde jetzt in einer Matinee vervollständigt. Vier neue Bilder der Künstlerin Hildegund Rißler sind zu den bereits vorhandenen zehn Gesichtern hinzugefügt worden. Auf faszinierende Weise ziehen sie die Blicke des Besuchers auf sich, gerade so, also wollten sie gesehen, wahrgenommen werden. Manche Menschen hinter den Gesichtern und Namen scheinen unbekannt, andere rufen in der Öffentlichkeit Erkennen hervor. Gemeinsam ist ihnen allen eines: sie starben unschuldig.
Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 10.
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Apothekerin ohne Grenzen
Die Bochumer Katholikin Maria Rivera im Einsatz für die Menschen in Haiti
Dr. Maria Rivera, engagiertes Mitglied der Bochumer Propsteigemeinde, war lange Jahre Leiterin der Krankenhausapotheke im
St.- Josef-Hospital, Bochum. Seit ihrem Ruhestand hat sie sich immer wieder für „Apotheker ohne Grenzen“ zur Verfügung gestellt. Auch nach dem Erdbeben in Haiti hat sich Rivera für einen Hilfseinsatz gemeldet.Nach einem ersten Aufenthalt im März ist sie nun wieder im dortigen Krisengebiet. RuhrWort veröffentlicht einige Auszüge aus einer E-Mail von Maria Rivera.
Den vollständigen Bericht lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 16.
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MOSAIK
Von Westfalen auf die „Via Coloniensis“
Durch Nordrhein-Westfalen zieht sich ein Netz von Jakobswegen
Es muss nicht unbedingt der „Camino de Santiago“ sein. Wer sich im laufenden „Heiligen Jakobusjahr 2010“ auf Pilgerschaft begeben will, kann dieses Vorhaben auch innerhalb Nordrhein-Westfalens angehen. Rund 60 offizielle Jakobswege, mit gelber Muschel auf blauem Grund markiert, gibt es im gesamten Bundesgebiet, davon acht in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben der in Aachen ansässigen Deutschen St.-Jakobus-Gesellschaft steigt die Zahl der Menschen, die von der Haustür aus den Weg in Richtung Nordspanien nach Santiago de Compostela aufnehmen.
Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 20.
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Foto Zollverein: Thomas Willemsen/Bilddatenbank Zollverein,
Foto Goldene Madonna:, ebFoto Dom: eb















