NACHRICHTEN

Von Chefredakteur Ulrich Engelberg

Editorial

Verehrte, liebe Leserinnen und Leser,
Nordrhein-Westfalen hat gewählt und das Ergebnis war ein Debakel für die CDU. So ist das in einer Demokratie: Parteien und Personen können „abgestraft“ werden.
Das Ergebnis einer Wahl ist aber „nur“ die eine Seite. Wie mit Politikern nach einer Wahl umgegangen wird, eine andere. Da empfinde ich es als unmöglich, wie jetzt der CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen regelrecht abgewatscht wird.
Der Mann hat und er gibt es selbst zu Fehler gemacht und ihm kann durchaus ein „grottenschlechter Wahlkampf“ vorgeworfen werfen. Aber ihn persönlich zu diffamieren und ihn auch aus den eigenen Reihen als Politiker schlechthin in Frage zu stellen, ist miserabler Stil…

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 2
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MEDIENSEITE

Nach dem Tod seines Sohnes will Tom (Martin Sheen) dessen Pilgerweg nach Santiago de Compostela zu Ende bringen. Foto: kna

Der verlorene Sohn

Neuer Kinofilm über Jakobsweg-Pilgern will emotional berühren und dabei unterhalten

Die jahrhundertealte Tradition lebt. Auch in diesem Jahr werden Zehntausende Pilger für mehr oder wenige lange Wegstrecken den Camino, den ältesten europäischen Pilgerweg durch Nordspanien in Richtung Santiago de Compostela, zum Grab des heiligen Jakobus gehen. Paulo Coelho und Hape Kerkeling verfassten die Bestseller zum Jakobsweg. Ab 21. Juni versucht nun „Dein Weg“, das Pilgergefühl des 21. Jahrhunderts auf die Kinoleinwand zu bannen. „Ein sehenswerter Film, nicht nur für Christen, sondern für alle Menschen, die unterwegs und auf der Suche sind“, urteilte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch bei der Vorabpräsentation.
„Dein Weg“ ist klassisches Roadmovie und zugleich emotional erzählte Vater-Sohn-Geschichte. Grandiose Landschaften, weltberühmte Kulturdenkmäler und prachtvolle Kathedralen entlang des Weges bilden den Hintergrund für die Entwicklungsgeschichte der vier pilgernden Hauptfiguren...

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 5.
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MOSAIK

Foto: kna

Alles halal?

Islamkonforme Lebensmittel werden immer häufiger konsumiert

Eine exotische Suppe mit Joghurt und Minze? Jayla Corbasi. Oder doch eine einfache Hühnersuppe mit Nudeln? Sehriyeli Tavuk. Deutsche Lebensmittelhändler bieten immer mehr Halal-Produkte an Waren, die streng religiöse Muslime konsumieren dürfen, weil sie zum Beispiel kein Schweinefleisch enthalten. Die Marktführer haben vertraute Namen: Maggi, Nestlé und Haribo sie bleiben aber nicht die einzigen auf dem stark umkämpften Markt.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 6.
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RW-ORIENTIERUNG

Foto: privat

„Ein wenig komisch“
Kirchenrecht läuft Halbmarathon: RuhrWort-Interview mit Dr. Judith Hahn über schwitzende Hochschullehrer und den Stipendienlauf der Katholisch-Theologischen Fakultät der RUB

Am 6. Juni ist es wieder so weit, denn dann startet der Stipendienlauf der Katholisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen des Sommerfestes. „Für unsere Studierenden ist uns kein Weg zu weit“, lautet das Motto. Wer wozu mitmacht und was sich hinter dem Lauf verbirgt, das erläutert im RuhrWort-Interview die
Ansprechpartnerin der Fakultät, Juniorprofessorin Dr. Judith Hahn.…

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 7.
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GLAUBE UND LEBEN

Prächtig gewandeter Fürst der Welt (Westwand der Turmhalle des Freiburger Münsters, um 1300) – solange nicht die Kehrseite der Skulptur in den Blick gerät. Foto: Erzbischöfl. Ordinariat Freiburg/Br., Bildarchiv; Aufnahme: Chr. Hoppe

IMPULS

In der Welt, aber nicht von der Welt
Vom Gestaltungsraum des Menschen und der Kraft zum Wandel

Von Dr. Philipp Reichling OPraem
Spätestens seit der Rede des Papstes in Freiburg bei seinem Deutschlandbesuch im Herbst letzten Jahres macht das Wort von der Ent-weltlichung seine Runde. Schnell wurde es verstanden als ein Appell zum Verzicht der katholischen Kirche auf Privilegien, Geld und Einfluss und hat daher auch wie immer bei Herausforderungen zu Irritationen geführt. Dabei ist das Anliegen des Papstes eigentlich nichts Neues…

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf den Seiten 8 und 9.
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AUS DEM BISTUM

Unterwegs von Osnabrück nach Mannheim. Radpilger zum Katholikentag. Foto: Wilmes

"Radpilgern schärft die Sinne"

In acht Etappen von Osnabrück durchs Revier zum Katholikentag/ RW fuhr mit Ansgar (44) hat gut geplant. Nicht nur Navi und Karten trägt sein Tourenrad, sondern auch gedruckte Kochrezepte in den vielen Packtaschen. „Pizza oder Döner gibt’s nicht“, sagt der Tourenleiter des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) und bläst zum Einkauf nach Etappe eins. So finden sich für den Auflauf im Pfarrheim und Nachtquartier von Senden (Müns-terland) auf dem Ofenblech frische Kartoffeln, Pilze, Lauch und Schmand („für verbrauchte Kalorien“). Vom Auflauf erzählen die Katholikentagspilger dem Reporter, der am nächsten Morgen für die 80 Kilometer der Etappe zwei (von acht) auf dem Weg nach Mannheim dazustößt.
„Einen neuen Aufbruch wagen“, das Motto des Katholikentags 2012, begleitet die zehn 44- bis 70-Jährigen auch heute auf der Pilgertour. Wenn nicht Gertruds Vorderrad defekt wäre. Die Radlager haben am Vortag den Weg von Osnabrück bis Senden nicht überstanden. Ziele für den Abend sind nach dem Radtausch die Altstadt Essen-Werden, das Hengsbach-Haus als Quartier.
„Möge die Straße uns zusammenführen...“, stimmen Gertrud und ihre Freundin Angelika nach dem Start irische Segenslieder an. Freude machen auch gelb blühende Rapsfelder, Bärlauch und ein Spalier weißer Dolden der Wildmöhren am Wegrand.

Mehr lesen Sie im aktuellen RuhrWort auf der Seite 11.
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AUS DEM BISTUM

Neue Struktur geben: Bei der Caritas stehen Patienten mit Demenz im Mittelpunkt. Foto: G. Altmann/pixelio

Die Menschen nicht alleine lassen

Gelsenkirchen: Demenz bei geistig Behinderten als neues Thema

Demenz: eine der häufigsten Erkrankungen im Alter. Heute sind davon auch immer mehr Menschen mit geistiger Behinderung betroffen. Der Grund: Wegen der „Euthanasie“-Morde der Nazis kommt erst jetzt eine größere Zahl geistig behinderter Menschen ins Senioren­alter. Ein neues Thema also Hilfen für Patienten, Angehörige und Pflegekräfte gibt es bislang kaum.
Dem möchte die Gelsenkirchener Caritas-Fachstelle Demenz in den kommenden drei Jahren entgegenwirken. Zusammen mit den Einrichtungen Lebenswelt Gabriel, Haus St. Rafael, St.-Suitbert-Haus und der Gelsenkirchener Werkstätte für angepasste Arbeit sollen neue Angebotsstrukturen für Betroffene aufgebaut werden. Gefördert wird das Projekt von der Aktion Mensch.
„Bei Menschen mit geistiger Behinderung kommt es wesentlich schneller zu einer Demenz“, sagt Marita Ingenfeld, Leiterin der Caritas-Fachstelle. Außerdem laufe die Krankheit zumeist heftiger ab.
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Foto Zollverein: Thomas Willemsen/Bilddatenbank Zollverein,
Foto Goldene Madonna:, ebFoto Dom: eb